03. November 2020

Gemeinsam durch turbulente Zeiten

Elisabeth Hirtl

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Unsicherheit bestimmt im Moment unseren Alltag und stellt uns vor Herausforderungen, die uns in unserem Breitengrad bis vor einigen Monaten unbekannt waren. Komplexe Konzepte oder bewusste Entscheide - was könnte wirksam sein für eine kleine Portion Sicherheit?

Von Elisabeth Hirtl

Die Entwicklungen um Corona beschleunigen sich rasant und der Faktor Unsicherheit steigt genauso schnell. Was könnte uns helfen, diese unsichere Zeit zu überstehen, losgelöst von Konzepten und Theorien? Wie wäre es, wenn wir uns mit Herz und Verstand auf die Realität einlassen? Was braucht es dazu? Meiner Meinung nach: Routinen, die uns Sicherheit in der Unsicherheit geben. Gelassenheit für alles, was wir nicht ändern können. Gute Freunde, Partner und eine Coworking-Community, damit wir in ein positives Handeln und Kreieren zu kommen. Wo beginnen wir? Am besten dort, wo wir etwas bewirken können: bei uns selbst.

Routinen geben Sicherheit

Unsicherheit macht Angst, auch wenn das meiste, worüber wir uns sorgen, gar nicht eintrifft. Plagt uns die Ungewissheit trotzdem, können wir uns überlegen, in welchen Bereichen unseres Alltags wir uns eine gewisse Sicherheit schaffen können durch persönliche Routinen. Zum Beispiel kann ich mir bewusst den Morgen planen: aufstehen, eine Tasse Tee trinken, 30 Minuten lesen und so den Tag in Ruhe starten. Wenn es um die Arbeit geht, kann ich mich fragen, was tut mir gut, wann bin ich produktiv und welcher Raum ist ideal für die Erledigung welcher Aufgaben. Ist es das Homeoffice, das Firmenbüro oder kann es auch ein Coworking Space in der Nähe meines Wohnortes sein.

Aufregen raubt Energie

Mehr Gelassenheit könnte uns ebenfalls helfen, die kommenden Tage besser zu bewältigen. In dem wir akzeptieren was wir nicht ändern können, schaffen wir uns eine gewisse Entlastung. Wir verschwenden weniger Energie und diese steht uns zur Verfügung, um nach Lösungen zu suchen und um an unseren Aufgaben zu arbeiten. Akzeptanz heisst aber nicht, dass wir die Realität ausblenden oder sie nicht ernst nehmen oder kritisch hinterfragen, sondern dass man die Situation und Herausforderungen anerkennt und ins Tun kommt.

Miteinander reden

Und wie geht es den Menschen um uns? Sicher ähnlich. Die einen versetzt die Unsicherheit in mehr Angst als die anderen. Es ist einmal mehr der Dialog, der uns hilft Entscheide zu treffen, z.B. wie wir uns als Team organisieren. Nicht alles funktioniert für alle. Ein gemeinsam beschlossenes Vorgehen entlastet Führungsteams vom Druck, das «Richtige» fürs Team zu tun. Und wir alle haben diese  wunderbaren und verlässlichen Menschen,  die zu hören, die ihre Ansicht und Einschätzungen teilen, die ermutigen, die helfen und mit denen wir zusammen die Weichen stellen und auch in der Krise Neues entwickeln können.

Die Community zählt

Was hat das alles mit Coworking zu tun? Sehr viel, meiner Meinung nach. Es ist unsere Wahl, mit wem wir uns umgeben und austauschen, wo wir Zeit verbringen mit was und wie wir unsere (Arbeits)tage gestalten. Die Begegnungen innerhalb der Community, die spontanen oft überraschenden Gespräche tun gut, zeigen neue Perspektiven auf, geben Einblick in andere Realitäten und sind bestärkend. Wir lernen voneinander, wir motivieren einander, wir geben einander Tipps und kreieren neue Ansätze für ein gesundes, respektvolles und nachhaltiges miteinander – als Menschen, Führungskräfte und Unternehmer*innen.

 

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