Unternehmertum und Golf: Erfolg entsteht Schlag für Schlag

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Ein Golfturnier und Unternehmertum, was haben sie gemeinsam? Mehr, als man denkt. Wer ein Unternehmen aufbaut, braucht wie auf dem Fairway Strategie, Geduld und Ausdauer. Und die Fähigkeit, nach einem schlechten Schlag den Fokus wieder nach vorne zu richten.

Von Claudia Hiestand

Das Golfturnier «Maria & Josef» im Golf Club Ybrig ist Geschichte. Der Wunderraum war gleich mehrfach vertreten: Co-Gründerin Maria Bassi organisierte den Anlass gemeinsam mit Barbara Josef von 5-9 AG, Mitgründerin Elisabeth Hirtl spielte mit. Der Anlass hat einmal mehr Menschen zusammengebracht, die Freude am Sport und am Austausch teilen.

Für Bassi und Hirtl ist Golf weit mehr als ein Sport. Es ist eine Schule fürs Unternehmertum. Wer regelmässig spielt, weiss: Das Spiel hält einem immer wieder den Spiegel vor. Es fordert Konzentration, Gelassenheit und die Bereitschaft, aus jedem Schlag zu lernen. Eigenschaften, die auch im Unternehmertum entscheidend sind. Denn weder auf dem Golfplatz noch beim Aufbau eines Unternehmens lässt sich der nächste Schlag bis ins Detail planen. Man kann sich sorgfältig vorbereiten, eine klare Strategie entwickeln und trotzdem überrascht werden. Genau darin liegt die Faszination – und die Herausforderung.

 

Den Platz lesen, bevor der Ball fliegt

Bevor der erste Ball fliegt, analysieren Golferinnen und Golfer den Platz, schätzen Risiken ein und überlegen sich, wo der Ball idealerweise jeweils landen soll. Auch Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen diese Weitsicht. Wer langfristig erfolgreich sein will, sollte sich immer wieder folgende Fragen stellen:

  • Welches Problem löse ich?
  • Wer sind meine Kundinnen und Kunden?
  • Wofür soll mein Unternehmen stehen?

Eine Strategie gibt Orientierung. Sie bedeutet aber nicht, stur am einmal gewählten Weg festzuhalten. Wind, Wetter oder ein überraschendes Hindernis gehören auf dem Golfplatz dazu. Im Business sind es veränderte Kundenbedürfnisse, neue Technologien oder wirtschaftliche Entwicklungen. Wer flexibel bleibt, spielt oft die besseren Karten.

Warum niemand mit einem Traumschlag beginnt

Bekanntlich beginnt jede Golfrunde mit einem ersten Schlag. Und jedes Unternehmen mit einem ersten Schritt. Beides verlangt den Mut, loszulegen, obwohl noch längst nicht alles ausgereift ist. Trotzdem warten viele auf den einen Moment, in dem scheinbar alles passt. Die Geschäftsidee soll noch reifen, das Angebot noch geschärft oder die Website noch professioneller werden. Golf lehrt das Gegenteil. Wer auf den perfekten Schlag wartet, wird lange warten. Selbst Profis treffen nicht jeden Ball optimal. «Auf dem Golfplatz lernt man schnell: Besser wird man nicht über Nacht», weiss Bassi. «Es braucht Übung und die Bereitschaft, immer wieder anzufangen. Genau diese Haltung hilft auch beim Aufbau eines Unternehmens.»

Elisabeth Hirtl kennt diesen Lernprozess gut. Die Co-Gründerin des Wunderraums spielt erst seit drei Jahren Golf und erlebt dabei immer wieder, wie viel der Sport über die eigene Persönlichkeit verrät. «Golf hat mich gelehrt, freundlich mit mir selbst zu sein. Nicht jeder Schlag gelingt, und das ist völlig in Ordnung. Entscheidend ist, dass ich mich auf den nächsten konzentriere. Diese Haltung hilft mir auch im Berufsalltag.»

Erfolg entsteht also nicht durch Perfektion, sondern durch Kontinuität. Wer bereit ist, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen, kommt oft weiter als jemand, der auf den perfekten Moment wartet.

Rückschläge gehören zum Spiel

Natürlich verläuft kein Golfspiel ohne misslungene Schläge: Ein Ball landet im Wasser. Ein Putt verfehlt das Loch um wenige Zentimeter. Solche Momente gehören zum Golf. Im Unternehmertum heissen sie anders: Ein Auftrag kommt nicht zustande. Eine Idee funktioniert nicht wie erhofft. Ein Projekt scheitert. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Rückschläge passieren, sondern wie wir mit ihnen umgehen. Bassi: «Ein Ball im Wasser ist nicht das Ende der Runde. Und ein Rückschlag im Business ist nicht das Ende einer Idee. Beides fordert uns heraus, den nächsten Schlag mit neuer Konzentration anzugehen.» Golf kennt dafür eine wunderbare Haltung: Der Ball liegt dort, wo er liegt. Von dort spielt man weiter. Ohne Ausreden. Ohne Selbstmitleid. Dafür mit neuer Konzentration.

Jede Runde beginnt wieder bei null

Wer kennt es nicht? Manche Golfrunden scheinen wie von selbst zu gelingen. An anderen Tagen will einfach nichts klappen. Auch darin steckt eine wertvolle Lektion für Unternehmerinnen und Unternehmer: Erfolg ist nie selbstverständlich. Märkte verändern sich. Kundenbedürfnisse verändern sich. Wer glaubt, bereits alles zu wissen, bleibt stehen. «Golf erinnert mich immer wieder daran, demütig zu bleiben», sagt Bassi. «Jeder Tag beginnt bei null.» Auch im Unternehmertum gilt es laut Bassi, offen zu bleiben und ständig dazuzulernen. Das mache auf Dauer den Unterschied. «Demut bedeutet für mich nicht, mich kleinzumachen. Sie bedeutet, neugierig zu bleiben, zuzuhören und bereit zu sein, mich weiterzuentwickeln.»

Gemeinsam wächst es sich leichter

Golf gilt irrtümlich als Einzelsport. Wer regelmässig spielt, weiss jedoch: Ohne den Austausch mit anderen wäre das Spiel nur halb so bereichernd. Denn tatsächlich lebt es vom Miteinander. Von Gesprächen zwischen den Bahnen. Von Tipps erfahrener Mitspielender. Von Begegnungen, die inspirieren. Auch Unternehmertum ist selten eine Einzelleistung. Die besten Ideen entstehen oft im Austausch. Kooperationen entwickeln sich aus zufälligen Gesprächen. Und schwierige Entscheidungen fallen leichter, wenn Menschen ihre Erfahrungen teilen. Genau dafür steht auch der Wunderraum. Hier treffen Unternehmerinnen und Unternehmer auf Gleichgesinnte, tauschen Perspektiven aus und unterstützen sich gegenseitig. Nicht Konkurrenz, sondern Gemeinschaft bringt Menschen weiter.

Die Runde ist wichtiger als der Schlag

Nach 18 Löchern zeigt sich: Eine gelungene Golfrunde entsteht nicht durch einen einzigen perfekten Schlag. Sie ist das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen unterwegs. Das gilt auch für das Unternehmertum:

  • den ersten Schritt wagen
  • Fehler als Teil des Weges akzeptieren
  • dranbleiben, auch wenn es nicht immer nach Plan läuft
  • offen bleiben für neue Perspektiven
  • den Austausch mit anderen suchen

Vielleicht bleibt vom Turnier «Maria & Josef» vor allem diese Erkenntnis: Golf verbindet Menschen. Und manchmal erinnert uns eine Runde daran, was im Alltag leicht vergessen geht: Nicht jeder Ball landet dort, wo wir ihn geplant haben. Trotzdem geht es weiter, mit neuen Erfahrungen, anderen Perspektiven und manchmal sogar mit einer besseren Lösung, als wir sie ursprünglich im Kopf hatten. Genau darin treffen sich Golf und Unternehmertum auf überraschende Weise.

 

Wenn auch du dein Unternehmen in einem inspirierenden Umfeld weiterentwickeln möchtest, schau doch bei uns vorbei. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.

 


 

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